TSVW – DJK Durlach 1:1 (0:0)
Eigentlich sollte es für die Ölfunzle nach zwei Unentschieden endlich wieder ein Dreier werden. Der TSV Wöschbach empfing mit der DJK Durlach das Schlusslicht der Kreisklasse B3. Doch wer einen ungefährdeten Heimsieg erwartet hatte, wurde eines Besseren belehrt: Die Gäste präsentierten sich auf dem Hohberg als die spielerisch überzeugendere Mannschaft. Am Ende musste der TSV über ein glückliches 1:1 froh sein.
Ein Tabellenletzter, der keiner sein wollte
Schon vor dem Anpfiff war klar, dass die Aufgabe auf dem durch starken Regen schwer bespielbaren Platz unangenehm werden würde. Durlach reiste zwar nach langer Sieglosserie als Tabellenletzter an, hatte aber die beiden vorherigen direkten Duelle gewonnen. Die Gäste zeigten vom Beginn an, dass sie keineswegs gekommen waren, um sich ihrem Schicksal zu ergeben.
Während die DJK mehr vom Spiel hatte und sich immer wieder aussichtsreiche Situationen erarbeitete, fand Wöschbach nur selten gute Lösungen. Das Kombinationsspiel stockte, klare Aktionen nach vorne blieben Mangelware. Zwar bot sich Ermal Qorri eine große Gelegenheit zur Führung, die er hätte nutzen müssen. Auf der Gegenseite erspielten sich die Durlacher jedoch ebenfalls gute Torchancen. So ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause.
Rouven Becker hält den TSV im Spiel
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht entscheidend. Im Gegenteil: Die Gäste kamen zu den klar besseren Möglichkeiten und hätten sich längst belohnen können. Dass die Begegnung offenblieb, war vor allem Rouven Becker zu verdanken. Der Wöschbacher Schlussmann bewahrte seine Mannschaft mit starken Paraden mehrfach vor einem höheren Rückstand.
In der 69. Minute gelang Durlach dann doch die verdiente Führung. Diego Foschi traf zum 0:1. Gemessen am Spielverlauf war dieser Treffer folgerichtig – und die DJK hätte mit ihrer Chancenüberlegenheit durchaus noch nachlegen können. Der TSV hingegen blieb über weite Strecken hinter den eigenen Ansprüchen zurück.
Qorri rettet mit dem Schlusspfiff einen Punkt
Als die erste Niederlage der Saison bereits greifbar schien, schlug Ermal Qorri doch noch zu. In der 90. Minute erzielte der Wöschbacher Angreifer den Ausgleich zum 1:1. Was für die Heimelf eine späte Erlösung war, musste sich für die Gäste wie eine bittere Bestrafung ihrer mangelhaften Chancenverwertung anfühlen.
Die Freude über den Treffer war verständlich. Dennoch wäre es falsch, dieses Remis als verdienten Punktgewinn nach einer starken TSV-Leistung zu verkaufen. Durlach war an diesem Nachmittag über weite Strecken besser und dem Sieg näher. Der späte Ausgleich fiel aus Wöschbacher Sicht glücklich.
Klare Erkenntnis trotz geretteter Serie
Auch die Spielleitung überzeugte nicht durchweg. Aus Wöschbacher Sicht wirkte die Regelauslegung von Schiedsrichter Marijan Gaqulic stellenweise sehr traditionell; insbesondere bei taktischen Fouls blieb die Gelbe Karte mehrfach aus. Spielentscheidend war dies jedoch nicht. Die entscheidenden Gründe für den Punktverlust lagen in der eigenen Leistung und in der Stärke des Gegners.
Nach den Unentschieden gegen Beiertheim und Hohenwettersbach teilte der TSV damit zum dritten Mal in Folge die Punkte. Die Serie ohne Niederlage hält zwar, doch der Anspruch muss sein, wieder mit mehr Klarheit und Entschlossenheit aufzutreten. Ein Sonderlob verdiente sich Rouven Becker; ohne ihn hätte das Spiel deutlich früher entschieden sein können.
Und Durlach? Die Gäste bewiesen eindrucksvoll, dass Tabellenplätze keine Spiele gewinnen. Für ihren engagierten und spielerisch überzeugenden Auftritt hätten sie drei Punkte verdient gehabt. Der TSV nimmt einen glücklichen Zähler mit – und hoffentlich die richtigen Lehren für die kommenden Aufgaben.














