TSVW – VfB Grötzingen II 4:2 (1:1)
Es war ein Wiedersehen unter besonderen Vorzeichen: Nachdem die ursprüngliche Begegnung gegen den VfB Grötzingen 2 wegen einer Verletzung des Schiedsrichters beim Stand von 1:1 abgebrochen worden war, trafen sich beide Mannschaften am Mittwochabend erneut im Hohbergstadion. Und dieses Nachholspiel sollte vor allem für einen Mann zu einem unvergesslichen Abend werden: Ermal Qorri traf gleich viermal und führte den TSV Wöschbach nach einem Rückstand zum 4:2-Heimsieg.
Schwieriger Start und Chancen auf beiden Seiten
Dabei sah es zunächst überhaupt nicht nach einem souveränen Wöschbacher Erfolg aus. Der TSV fand in der ersten Halbzeit kaum in seinen Rhythmus und tat sich schwer, das Spiel zu kontrollieren. Dennoch boten sich immer wieder aussichtsreiche Kontersituationen. Ermal Qorri, Mick Laufer und Vasilii Ermolaev kamen zu Möglichkeiten, scheiterten aber entweder an der eigenen Chancenverwertung oder am hervorragend aufgelegten Torhüter der Gäste.
Auch Grötzingen hatte gute Gelegenheiten. Bei einem wuchtigen Kopfball stand Rouven Becker bereits auf verlorenem Posten, doch die Querlatte rettete den TSV. In einer weiteren brenzligen Szene war Kapitän Robin Strobel zur Stelle und klärte auf der Torlinie. Es war eine offene erste Hälfte, in der beide Mannschaften ihre Chancen hatten.
Erst der Rückstand, dann Qorris Traumtor
In der 36. Minute gingen die Gäste schließlich in Führung. Nach einem langen Ball gelang es der Wöschbacher Abwehr nicht, die Situation sicher zu bereinigen. Grötzingen setzte nach, spielte den Ball von der Grundlinie zurück in den Rückraum und schloss überlegt in die lange Ecke zum 0:1 ab.
Die Antwort des TSV folgte nur drei Minuten später – und was für eine! Ermal Qorri erlief einen langen Ball in Richtung Eckfahne, ließ gleich drei Gegenspieler stehen und jagte die Kugel vom Strafraumeck unhaltbar in die lange Ecke. Ein echtes Traumtor zum 1:1! Mit diesem leistungsgerechten Unentschieden ging es in die Pause.
Neun Minuten, drei Tore: Qorri entscheidet die Partie
Nach dem Seitenwechsel kehrte der TSV deutlich entschlossener auf den Platz zurück. Wöschbach übernahm mehr Spielkontrolle, und Qorri drehte nun endgültig auf. In der 53. Minute flankte Vasilii Ermolaev mustergültig vors Tor; Qorri musste den Ball nur noch zum 2:1 über die Linie drücken.
Vier Minuten später folgte der nächste Streich: Qorri setzte sich im Alleingang durch und tunnelte den Grötzinger Torhüter zum 3:1. Und in der 62. Minute war der vierfache Torschütze erneut zur Stelle. Nach einem Konter konnte der herausgeeilte Gästekeeper zunächst parieren, doch Qorri nutzte die anschließende Situation und erhöhte auf 4:1.
Vier Treffer zwischen der 39. und 62. Minute – eine außergewöhnliche Einzelleistung, mit der Qorri aus einem schwierigen Spiel innerhalb kürzester Zeit eine klare Wöschbacher Führung machte.
Viele Chancen, später Gegentreffer
In der Schlussphase hätte der TSV das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können. Zarol, Jannis Oliver Liberis und Mick Laufer vergaben weitere gute Möglichkeiten. Stattdessen gelang Grötzingen in der 86. Minute durch Kuvru noch der Treffer zum 4:2. Am Wöschbacher Sieg änderte das nichts mehr.
Ein verdienter Sieg mit zwei Gesichtern
Der TSV zeigte an diesem Abend zwei unterschiedliche Halbzeiten: Vor der Pause fehlten Struktur und Sicherheit, während Grötzingen ebenfalls gefährlich war und das 1:1 zur Halbzeit dem Spielverlauf entsprach. Nach dem Wechsel trat Wöschbach zielstrebiger auf und entschied die Partie mit einer starken Phase und vor allem einem überragenden Ermal Qorri.
Ein Lob verdient auch der VfB Grötzingen 2, der gerade in der ersten Hälfte gut dagegenhielt und mit seinem Torhüter einen starken Rückhalt hatte. Für den TSV bleiben drei weitere Punkte, ein besonderer Flutlichtabend und ein Viererpack, über den man im Hohbergstadion noch länger sprechen dürfte. Weiter so, TSV!














