TSVW – SVK Beiertheim 0:0

Drei Spiele, drei Siege und zuletzt sieben Tore innerhalb weniger Tage: Der TSV Wöschbach ging mit Rückenwind in das Heimspiel gegen den SVK Beiertheim. Der Vorbericht sah die „Ölfunzle“ als Favoriten, schließlich hatte sich die Mannschaft mit ihrer Erfolgsserie bis auf den zweiten Tabellenplatz vorgearbeitet. Doch am Sonntag zeigte sich, dass selbst eine erfolgreiche Woche Spuren hinterlassen kann. Am Ende stand ein torloses Unentschieden – und die ehrliche Erkenntnis, dass für drei Punkte diesmal zu wenig zusammenkam.

Ein schwieriger Start schon vor dem Anpfiff

Die Probleme begannen bereits vor dem Spiel: Stammtorhüter Rouven Becker musste mit Schüttelfrost nach Hause beziehungsweise zurück ins Bett geschickt werden. Für ihn rückte Janis Liberis zwischen die Pfosten – und machte seine Sache mehr als ordentlich. Er blieb ohne Gegentor und erwies sich als sicherer Rückhalt. Auch sonst war der TSV durch Erkrankungen und Verletzungen personell geschwächt. Allerdings hatten die Gäste aus Beiertheim ebenfalls zahlreiche Ausfälle zu verkraften. Die Voraussetzungen waren also auf beiden Seiten alles andere als ideal.

Eine Halbzeit zum Vergessen

Was sich dann in den ersten 45 Minuten entwickelte, war weit entfernt von der Offensivfreude, mit der Wöschbach zuletzt begeistert hatte. Den Gastgebern fehlten nach den drei kräftezehrenden Partien sichtbar die Spritzigkeit, das Tempo und vor allem die geistige Frische. Der Ball lief schleppend, die Entscheidungen im Mittelfeld waren häufig unglücklich und ein Fehlpass folgte auf den nächsten – auf beiden Seiten.

Gerade bei den vielen Situationen, in denen es auf einen schnellen Gedanken oder den richtigen Pass angekommen wäre, fand der TSV kaum Lösungen. Torchancen blieben Mangelware, Spielfluss kam praktisch nicht auf. Dazu passte, dass sich ausgerechnet Torjäger Ermal Qorri nach rund einer halben Stunde am Knie verletzte und nicht weiterspielen konnte. Ein weiterer schmerzhafter Rückschlag für eine ohnehin angeschlagene Mannschaft.

So ging es nach einer zähen ersten Hälfte folgerichtig mit 0:0 in die Kabinen. Keine Mannschaft hatte sich eine Führung wirklich verdient.

Mehr Schwung nach dem Seitenwechsel

Nach der Pause zeigte der TSV zumindest ein anderes Gesicht. Die Mannschaft agierte entschlossener, die Pässe kamen flüssiger und endlich entstanden auch einzelne gefährliche Aktionen. Doch was an diesem Tag fehlte, war die letzte Konsequenz vor dem Tor. Mal wurde ein Angriff nicht sauber zu Ende gespielt, mal scheiterte Wöschbach am eigenen Abschluss – und wenn ein Ball aufs Tor kam, war der souveräne Schlussmann der Gäste zur Stelle.

Jonas Maier versuchte es unter anderem artistisch mit einem Seitfallzieher, traf den Ball dabei aber nicht richtig. Die größte Möglichkeit zur späten Entscheidung hatte Benito Weimann: Nach einer mustergültigen Flanke von Maier kam er aus etwa sechs Metern zum Kopfball, setzte den Ball jedoch knapp neben den Pfosten. Es war die Szene, in der aus einem durchwachsenen Nachmittag doch noch ein Sieg hätte werden können.

Ein Punkt, den sich Beiertheim verdient hat

Beiertheim verteidigte mit viel Einsatz und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Den Gästen war anzumerken, dass sie unbedingt etwas Zählbares vom Hohberg mitnehmen wollten. Auch ihre personellen Schwierigkeiten steckten sie kämpferisch weg. Der Auswärtspunkt war deshalb verdient.

Nicht zu einem besseren Fußballnachmittag trug die Spielleitung bei. Mehrere Entscheidungen des Schiedsrichters wirkten in beide Richtungen wenig nachvollziehbar; zudem blieben aus Wöschbacher Sicht einige taktische Fouls der Gäste ohne die mögliche Verwarnung. Einen entscheidenden Vorteil hatte dadurch jedoch keine Mannschaft. Am Ergebnis änderte dies nichts: Der TSV war an diesem Tag spielerisch nicht stark genug, um einen Sieg beanspruchen zu können.

Die Serie hält – der Anspruch bleibt

Nach den jüngsten Erfolgen mag sich ein 0:0 zu Hause zunächst wie ein Rückschritt anfühlen. Doch die Partie zeigte auch, dass die Mannschaft trotz Müdigkeit, Ausfällen und Qorris früher Verletzung nicht auseinanderfiel. Janis Liberis hielt bei seinem kurzfristigen Einsatz die Null, und nach der Pause erarbeitete sich der TSV immerhin Möglichkeiten auf den Siegtreffer.

Trotzdem bleibt die selbstkritische Bilanz: Gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden SVK Beiertheim reichte die Leistung nicht für drei Punkte. Die Ölfunzle bleiben ungeschlagen – müssen nach dieser intensiven Woche aber wieder zu mehr Frische, Präzision und Entschlossenheit finden. Dann dürfen am Hohberg auch wieder Tore bejubelt werden.

Ergebnisbild TSVW-SVK Beiertheim 0:0

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